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Warum braucht man einen Endotrachealtubus?

Ein Endotrachealtubus ist ein flexibler Kunststoffschlauch, der durch den Mund in die Trachea (Luftröhre) eingeführt wird, um dem Patienten das Atmen zu erleichtern. Der Endotrachealtubus wird dann mit einem Beatmungsgerät verbunden, das Sauerstoff an die Lunge abgibt. Der Prozess des Einbringens des Tubus wird als endotracheale Intubation bezeichnet. Es gibt viele Gründe, warum ein Endotrachealtubus platziert werden kann, einschließlich Operationen mit Vollnarkose, Trauma oder schwerer Krankheit. Zweck Ein Endotrachealtubus wird eingesetzt, wenn ein Patient nicht selbstständig atmen kann, wenn es notwendig ist, einen Schwerkranken zu betäuben oder die Atemwege zu schützen. Der Schlauch hält die Atemwege offen, dass die Luft in die Lungen und auch wieder aus der Lunge gelangen kann. Es gibt eine Reihe von Indikationen für die Platzierung eines Endotrachealtubus, die in einige wenige große Kategorien unterteilt werden können. Dazu gehören: Allgemeine Chirurgie: In Vollnarkose sind die Muskeln des Körpers einschließlich des Zwerchfells gelähmt und die Platzierung eines Endotrachealtubus ermöglicht es dem Beatmungsgerät, die Arbeit der Atmung zu übernehmen. Fremdkörperentfernung: Wird die Trachea durch einen angesaugten (eingeatmeten) Fremdkörper behindert, kann ein Endotrachealtubus platziert werden, der die Entfernung des Fremdkörpers erleichtert. Zum Schutz der Atemwege vor Aspiration: Wenn jemand eine massive gastrointestinale Blutung hat (Blutung in der Speiseröhre, im Magen oder im Oberdarm) oder einen Schlaganfall erleidet, kann ein Endotrachealtubus eingesetzt werden, um zu verhindern, dass der Mageninhalt in die Atemwege gelangt. Zur Visualisierung der Atemwege: Bei Verdacht auf eine Anomalie des Kehlkopfes, der Luftröhre oder der Bronchien kann ein Endotrachealtubus eingesetzt werden, um eine sorgfältige Visualisierung der Atemwege zu ermöglichen. Nach der Operation: Nach Operationen an der Brust, wie z.B. Lungenkrebsoperationen oder Herzoperationen, kann ein Endotrachealtubus, der mit einem Beatmungsgerät verbunden ist, an Ort und Stelle bleiben, um die Atmung nach der Operation zu erleichtern. In diesem Fall kann eine Person zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Genesung vom Beatmungsgerät "entwöhnt" werden. Zur Unterstützung der Atmung: Wenn jemand Atembeschwerden aufgrund von Lungenentzündung, Lungenkollaps, Atemnot oder drohendem Atemversagen, Herzinsuffizienz oder Bewusstlosigkeit aufgrund einer Überdosis, eines Schlaganfalls oder einer Hirnverletzung hat, kann ein Endotrachealtubus zur Unterstützung der Atmung eingesetzt werden. Einige medizinische Erkrankungen, insbesondere neurologische Erkrankungen, können zu einer vollständigen oder teilweisen Lähmung des Zwerchfells führen und können eine Atemwegsunterstützung erfordern, einschließlich amyotropher Lateralsklerose, Guillain-Barre-Syndrom und Botulismus. Wenn eine Sedierung erforderlich ist: Wenn starke Beruhigungsmittel benötigt werden, z.B. wenn eine Person sehr krank ist, kann ein Endotrachealtubus eingesetzt werden, um die Atmung zu unterstützen, bis die Beruhigungsmittel abgesetzt werden können. Bei Frühgeborenen: Atemwegserkrankungen bei Frühgeborenen erfordern oft die Platzierung eines Endotrachealtubus und eine mechanische Beatmung. Wenn eine höhere Konzentration an Sauerstoff benötigt wird: Die Platzierung des Endotrachealtubus und die mechanische Beatmung ermöglichen die Abgabe höherer Sauerstoffkonzentrationen als in der Raumluft.

Wie wird ein Tubus platziert?

Die Vorgehensweise bei der Platzierung eines Endotrachealtubus ist unterschiedlich, je nachdem, ob eine Person bei Bewusstsein ist oder nicht. Häufig wird ein Endotrachealtubus eingesetzt, wenn ein Patient nicht bei Bewusstsein ist. Wenn ein Patient bei Bewusstsein ist, werden Medikamente eingesetzt, um Ängste zu lindern, während der Schlauch platziert und entfernt wird. Präzise Schritte werden in der Regel während der Intubation durchgeführt. Zuerst wird der Patient mit 100 Prozent Sauerstoff (ideal sind fünf Minuten) voroxygeniert, um dem Arzt mehr Zeit zum Intubieren zu geben. Ein oraler Atemweg kann verwendet werden, um die Zunge des Weges zu erhalten und die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass der Patient in den ET-Schlauch beißt. Während der Operation wird der Anästhesist sicherstellen wollen, dass der Patient vor dem Einsetzen des Schlauches vollständig gelähmt ist, um die Wahrscheinlichkeit von Erbrechen während der Platzierung und nachfolgender Komplikationen zu reduzieren. Bei wachen Patienten kann der Würgereflex vermindert werden. Intubation Mit einem Laryngoskop wird die Zunge aus dem Weg gehalten, während der Schlauch in die Luftröhre eingeführt wird. Die Positionierung variiert je nach Einstellung und ob der Eingriff mit einem Erwachsenen oder Kind durchgeführt wird.

Bestandteile eines Endotrachealtubus (ETT)

Der Endotrachealtubus (ETT) ist ein flexibler Kunststoffschlauch, der in der Regel aus Polyvinylchlorid (PVC) besteht und über den Mund (oral) oder die Nase (nasal) in die Luftröhre eingeführt wird, um einen Atemweg zu etablieren und einen ausreichenden Gasaustausch oder eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Es wird auch verwendet, um Patienten während der Operation Anästhesiegase zuzuführen oder zu verabreichen. Durchmesser und Länge: Der Endotrachealtubus hat einen Innen- und Außendurchmesser. Der Innendurchmesser (ID) ist der Durchmesser des Rohrlumens, während der Außendurchmesser (OD) den Durchmesser des Lumens und die Dicke des Rohres misst. Die Größe des Rohres wird durch den Innendurchmesser bestimmt. Wenn beispielsweise der Innendurchmesser eines Rohres 7,5 mm beträgt, hat das Rohr die Größe 7,5. Die Länge/Tiefe des Schlauches gibt an, wie weit der Schlauch während der Intubation in den Patienten gelangt. Die normale Länge für erwachsene Männer beträgt 21-22 cm, während die für erwachsene Frauen 20-21 cm beträgt. Die Landmarke für die Einstellung des Schlauches auf die richtige Länge ist der Schneidezahn oder die Lippen. Es ist wichtig, die für den intubierten Patienten verwendete Länge zu dokumentieren. Dies hilft zu wissen, ob das Rohr nach außen oder innen geht und welche Maßnahmen ergriffen wurden. Teile des Endotrachealtubus: BEVEL: Dies ist ein schräger Abschnitt an der Spitze/Kante des Rohres. Die Fase ist in der Regel links statt rechts ausgerichtet. Dies ermöglicht eine einfache Visualisierung der Stimmbänder während der Intubation und einen einfachen Zugang in die Trachea. MURPHY'S EYE: Dies ist eine zusätzliche Öffnung an der Spitze des Rohres, die die Belüftung oder den Gasaustausch unterstützt, da die Fase durch Sekrete oder die Trachealwand behindert wird. CUFF: Der Endotrachealtubus kann entweder mit oder ohne Manschette befestigt werden. Pädiatrie-Röhrchen sind in der Regel nicht festgebunden, da ihr Tracheal leicht durch Druck beschädigt wird. Kinder über 6 Jahren können jedoch mit gefesseltem ETT umgehen. Die Manschette (die sich proximal zur Spitze des Schlauches im Inneren des Patienten befindet) wird durch Einspritzen von Druckluft in eine Spritze in den Pilotballon aufgeblasen. Durch das Einweg-Ventil im Pilotballon wird die Luft auch nach dem Entfernen der Aufblasespritze nicht austreten. Der Pilotballon, der nach der Intubation des Patienten draußen bleibt, zeigt den wahren Zustand der Manschette (im Inneren des Patienten) an - ob er aufgeblasen, entleert oder undicht ist.

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